Castelnaudary


Die Stadt liegt an der D6113 (früher N113) etwas 30 km vom Carcassonne entfernt auf dem Weg nach Toulouse. Ihre Ursprünge gehen, wie viele Städte und Orte der Region, in die Zeit der Katharer und früher zurück Geprägt ist die ca. 10000 Einwohner-Stadt auch heute noch von den typischen Altbauten und ihren Kirchen. Wie in jedem etwas größeren Ort findet sich auch hier eine offene Markthalle, die leider auch nicht mehr ihrer Bestimmung dient, jedoch ein Anziehungspunkt im Zentrum ist. In der entgegengesetzten Richtung kommt man zum Bassin des Canal du Midi, dessen Ufer teilweise als Hafen benutzt werden. Wenn man dem Cours de la République folgt kommt man an der Mäirie, also dem Gemeindeamt, vorbei, quert dann den Canal du Midi und biegt in den Quai Labouisse de Rochefort ein so kommt man zum Bassin. Ein Abstecher auf die andere Seite der Avenue Arnault Vidal führt zum Centre de Secours (Feuerwache). Neben den modernen Fahrzeugen für Stadt und Land, finden sich, leider im Freien, einige historische Fahrzeuge, teilweise im schlechten Zustand, aber auch so das man sich fragt, ist das eine Einsatzreserve.

Die Stadt ist gleichfalls berühmt für ihre Spezialität dem Cassoulet, einem Eintopf aus weißen Bohnen, Schweine-, Gänse- oder Entenfleisch, sowie einer Landwurst, ähnlich einer Nürnberger Bratwurst. Das Ganze wird gekocht und anschließend im Ofen fertig gegart. Dadurch das es im Ofen immer wieder umgerührt wird verschwindet die Kruste in Teilen im Essen und es dauert auch recht lange bis das Cassoulet endgültig fertig ist. Das Ganze sieht dann wie eine überbackene Suppe aus, wobei der Eindruck jedoch täuscht, denn auf grund der langen Garzeit ist es durchaus recht fest, schmeckt aber auf Grund der verschiedenen Kräuter sehr gut. Man beachte jedoch zwei Dinge, erstens wird es üblicherweise frisch serviert, sprich es ist sehr heiß, besonders die Fleischzutaten und Zweitens ist es ein sehr reichhaltiges Essen, auch wenn nur eine mittelgroße Suppenschüssel gereicht wird und man denkt davon werde ich nicht satt, es stimmt einfach nicht. An der Stelle kann man dann nur noch "Bon appétit" wünschen.

Wer es nachkochen will sollte einfach im Internet forschen, es finden sich genügend Rezepte, wobei jedoch darauf geachtet werden sollte, dass auf Südfrankreich bezug genommen wird.

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ŠAxel Schmidt 2006

2009-10-25-01